Für KMUs: Wie kann man durch strategische Weiterbildung die Belegschaft stärken und das Unternehmen zukunftssicher aufstellen?
1. Was bedeutet strategische Weiterbildung?
Sie entwickelt systematisch die Fähigkeiten der Mitarbeitenden im Einklang mit den Unternehmenszielen – unter Berücksichtigung individueller Entwicklungsziele. Weiterbildung umfasst upskilling (Erweiterung bestehender Fähigkeiten) und reskilling (Aneignung neuer Kompetenzen für andere Aufgaben).
2. 3 Schritte zur erfolgreichen Weiterbildung
1) Ziele setzen: Definition der Unternehmensziele –> darauf werden Weiterbildungsbedarfe abgeleitet.
2) Beratung nutzen: von unabhängigen Stellen, um gute Lösungen für das Unternehmen zu finden
3) Förderungen beantragen: z. B. über die BA können Kosten für Lehrgänge etc. teilweise oder ganz übernommen werden. Kleinere Betriebe können hiervon gut profitieren.
3. Passgenaue Unterstützungsangebote für KMUs:
– meinNOW: hier werden von der BA bundesweit Angebote zur beruflichen Weiterbildung gebündelt.
– Mentor*innen für betriebliche Weiterbildungskultur einsetzen. Damit wird die Weiterbildungsquote im Betrieb erhöht. Mentor*innen sind nah am Mitarbeitenden, ermitteln Qualifizierungsbedarf, motivieren und beraten zu passenden Weiterbildungsmaßnahmen.
4. Mit future skills Mitarbeitende für morgen vorbereiten
future Skills sind:
a) digitale Schlüsselkompetenzen: Umgang mit PC, Software, digitale Zusammenarbeit. Auch: Informationen aus dem Netz hinterfragen und Verständnis von Datenschutz
b) technologische Kompetenzen: spezialisierte Kenntnisse – Umgang mit KI oder mit Unternehmensdaten; Softwareentwicklung; Aufbau komplexer IT-Systeme
c) transformative Kompetenzen: Bereitschaft, Gewohntes zu hinterfragen und sich auf Veränderungen einzulassen. Flexibilität, Erwerb neuer Fähigkeiten, positive Einstellung zu lebenslangem Lernen
d) klassische Kompetenzen: Lösungsfähigkeit, Kritikfähigkeit. Soziale Kompetenzen wie Empathie, Kommunikationsfähigkeit
Tipps:
*Um eine eigene Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, sollten Unternehmen zunächst den Bedarf ermitteln, in welchen Bereichen Abläufe digitalisiert werden sollen (–> Beratung und Unterstützung hierzu über die Regionalen Zukunftszentren).
*Die Mitarbeitenden sollten frühzeitig einbezogen werden (Digitalisierung top-down kann zu Hürden führen).
*Es sollte zudem ein fortlaufender Lernprozess im Betrieb implementiert werden.
Ergänzender Download: Magazin inArbeit zum Thema Weiterbildung in Betrieben (inkl. Praxisbeispiele) (geöffnet am 04.02.2026)
Mehr Informationen zu up- und reskilling: Mit upskilling und reskilling Mitarbeitende fit machen (geöffnet am 04.02.2026)
Quelle: https://www.inqa.de/DE/themen/kompetenz/personalentwicklung/strategische-weiterbildung-fuer-unternehmen.html?etcc_ori=newsletter&etcc_med=Email&etcc_cmp=newsletter-20260109(geöffnet am 04.02.2026).
