Bildung in Deutschland ist ein Bericht, der alle 2 Jahre eine systematische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungssystems auf Basis von Daten der amtlichen Statistik und aus sozialwissenschaftlichen Erhebungen bietet.

Hier sind die zentralen Ergebnisse zur beruflichen Bildung zusammengefasst:

Bildung in Deutschland – Grundinformationen (Auszug):

  • Anstieg der Bildungsteilnehmer*innen in fast allen Bildungsbereichen: Hochschulen, Berufsakademien; Primärbereich; Kitas und Tagespflege
  • Ausbau des Angebots u. a. im Hochschulbereich
  • Bildungspersonal zumeist weiblich und in Teilzeit
  • Bildungsstand der Bevölkerung steigt weiterhin
  • Große Unterschiede im Bildungsstand nach sozialer Herkunft

Schwerpunktthema – Berufliche Bildung (Auszug):

  • Bei Berufswahl sind Kompromisse die Regel
  • Nicht allen Jugendlichen gelingt nach Übergangsmaßnahme Einstieg in berufliche Bildung
  • Nach Berufsausbildung folgt meist Arbeitsmarkteinstieg, nach Bachelor folgt meist Master
  • Jeder 3. Ausbildungsabbruch führt zu instabilen weiteren Bildungsverläufen
  • Beschäftigte ohne Berufsabschluss sind häufig als Fachkraft tätig
  • Deutliche Ungleichheiten bei Bildungs- und Erwerbsverläufen nach Bildungsabschlüssen der Eltern
  • Langzeitarbeitslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit durch gering Qualifizierte geprägt

Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter (Auszug):

  • Weiterbildungsaktivität der Betriebe noch nicht auf Vor-Corona-Niveau
  • Wachstum bei informellem Lernen, Stagnation bei (non-)formalem Lernen
  • Weiterbildende Master an Hochschulen – öffentliche Hochschulen: Unis 7 %, FHs 23 %; private Hochschulen: Unis 55 %, FHs 43 %
  • Bedarf an Integrationskursen seit Ukraine-Krieg stark angestiegen
  • Weiterbildungseinrichtungen finden anbieterübergreifend kein Personal

Berufliche Ausbildung (Auszug):

  • Zunahme der Anfänger*innen im dualen System und Übergangssektor; leichter Rückgang im Schulberufssystem
  • Verbesserte Angebots-Nachfrage-Relation (+2,7%) bei gleichzeitig hoher Zahl unbesetzter Stellen und unversorgter Bewerber*innen
  • Sinkende Anfänger*innenzahlen in Gesundheits- und Erziehungsberufen
  • Hoher Bedarf an Lehrkräften an beruflichen Schulen

Zentrale Herausforderungen (Auszug):

  • Bedarfsorientierte Ausfinanzierung des Bildungssystems
  • Qualität professionellen Handelns des pädagogischen Personals sichern
  • Kontinuierliche Austausch- und Abstimmungsprozesse innerhalb und zwischen den Bildungsbereichen
  • Erfassung von individuellen Lernverläufen und Wirkungen von Reformmaßnahmen
  • Gemeinsames Verständnis von Zielen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei der Weiterentwicklung von Bildungsinstitutionen

Quelle:
https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2024/pdf-dateien-2024/bildungsbericht-2024-kompakt.pdf (geöffnet 18.07.2024)