Die Qualitätsgemeinschaft lud ihre Mitglieder, Anwärter und weitere Gäste zum Frühlingsfest in Köln ein (16.04.2026, 16:00-20:00 Uhr).

In die schöne Location der Diakonie Michaelshoven, Raum Köln, kamen ca. 30 Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft und einige Teilnehmerinnen des Jobcenters Köln, um am diesjährigen, erstmals durchgeführten Frühlingsfest der Qualitätsgemeinschaft teilzunehmen. Auch Herr Dr. Oliver Nahm war herzlich zu diesem Fest eingeladen: er gab in seiner Keynote spannende Einblicke in die Welt der KI in der beruflichen Bildung.

Den Beginn des Frühlingsfestes eröffnete Herr Rainer Schmidt, seit 2023 Theologischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven. Als Pfarrer, Kabarettist und Paralympics-Sieger brachte er eine besondere Mischung aus Humor, Tiefgang und Lebenserfahrung mit. Folgende Kernaussagen prägten den Einstieg in das Fest:
„Menschen müssen sich weiterentwickeln – auch mit schweren Voraussetzungen“: Bildung als Schlüssel, gerade für Menschen mit Einschränkungen.
„Mit Menschen Perspektiven schaffen“ – Bildungsträger als Wegbereiter für Teilhabe.
Herr Schmidt erklärte, wie wichtig es sei, Bildungsangebote für Menschen mit besonderen Herausforderungen zu schaffen und ihnen echte Entwicklungschancen zu eröffnen.

Im Anschluss richtete Frau Gabriele Unützer, Vorstandsvorsitzende der Qualitätsgemeinschaft, ihr Wort an die Teilnehmer*innen. Sie knüpfte an die motivierenden Worte von Herrn Schmidt an und verwies auf den AG-Award / Kölner Weiterbildungspreis. Der Kölner Weiterbildungspreis als aktuelles Projekt der Qualitätsgemeinschaft wird voraussichtlich im Sommer 2026 starten. Aktuell arbeitet die Projektgruppe intensiv an der Konzeption. Der Kölner Weiterbildungspreis soll die Vielfalt, Qualität und Innovationskraft der Weiterbildungslandschaft sichtbar machen und besondere Bildungsgeschichten in den Fokus rücken.

Vorstandsmitglied Herr Dennis Chrubasik stellte Herrn Dr. Oliver Nahm vor, der bereits vor zwei Jahren mit einem Vortrag über Künstliche Intelligenz in der Weiterbildung bei der Qualitätsgemeinschaft für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Herr Chrubasik erläuterte danach den Ablauf des Festes und übergab das Wort an die Geschäftsleitung der Qualitätsgemeinschaft.

Frau Eisenhofer begrüßte alle Teilnehmer*innen herzlich und erwähnte noch ein paar organisatorische Punkte, bevor sie zum zentralen Fachimpuls von Dr. Oliver Nahm überleitete.

Mit seiner lockeren und sympathischen Art vermittelte Herr Dr. Nahm den zahlreichen Teilnehmer*innen die Einführung in die KI. „KI kann uns retten, wenn sie uns vorher nicht auslöscht“ war eins seiner vielen Zitate. Auch das Bilderraten, welches zeigen sollte, ob man realistische oderkünstlich hergestellte Bildern voneinander unterscheiden könne, erheiterte das Publikum. Das Ergebnis war erstaunlich. Wer Ahnung von der Materie hat (siehe Beispiel mit dem Boot) erkennt, dass dies KI generiert ist. Viele Teilnehmer*innen hätten auf realistisches Bild getippt.
Ein weiteres lustiges Beispiel ist, dass KI besonders gut im Handwerk angekommen ist (s. Bild mit Klaus und Ingo).

Mit seinem zentralen Statement machte Dr. Nahm deutlich, wie groß das Potenzial von KI für die Bildungsbranche ist: „Kein Bereich kann so gut von KI profitieren wie die Bildung, weil so viele pädagogische Daten bereits in der KI vorliegen.“
Er zeigte praxisnah, wie KI die Weiterbildung heute unterstützen kann:

  • Planung von Unterricht
  • Erstellung und Korrektur von Aufgaben
  • Prüfungssimulationen und Rollenspiele
  • Brainstorming und Textarbeit
  • E-Mail-Bearbeitung
  • Studienauswertung (KI als Gesprächspartner)
  • Digitale Ordnungssysteme für den PC

Besonders betonte er: Auch ohne Vorwissen kann man KI direkt fragen, wie sie im (beruflichen, privaten oder persönlichen) Alltag unterstützen kann oder wie man KI überhaupt verwendet. „KI macht die Arbeit, damit der Mensch Mensch sein kann“

Herr Nahm zeigte anhand zweier Beispiele aus der Wirtschaft, dass KI nicht nur Prozesse automatisiert, sondern auch neue Fragen und Problemlagen aufwirft:

  • McDonald’s nutzte KI für Bestellprozesse und Effizienzsteigerung, verwarf es aber wieder, da es zu Fehlinterpretationen der Bestellungen kam (z. B. mit Speck belegtem Eis oder z. B. 20 Chicken Nuggets im Wert von Hunderten von Dollar)
  • Klarna automatisierte erst große Teile des Kundenservice, führte jedoch wieder mehr menschliche Interaktion ein, um Qualität und Kundennähe zu sichern.

Seine Botschaft: Re–Humanisierung des aktuellen KI – Zeitalters: „Technologie kann unterstützen – aber der Mensch bleibt unverzichtbar“. Zum Abschluss erinnerte Nahm daran: „Wir als Individuum entscheiden selbst, wo die Reise mit KI hinführt.“

Nach dem Vortrag gegen 17:45 Uhr wurde das abwechslungsreiche Buffet eröffnet. Die Gäste erwarteten:

  • Chili sin Carne & Chili con Carne
  • Fingerfood
  • Mousse au Chocolat & Fruchtspieße
  • diverse alkoholfreie und alkoholische Getränke

Die grüne Umgebung und das sonnige Wetter sorgten für eine entspannte, frühlingshafte Atmosphäre, auch auf der schönen Sonnenterasse ließ sich das leckere Essen besonders genießen. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit für Austausch und Vernetzung.

Die Qualitätsgemeinschaft bedankt sich herzlich:

  • bei der Diakonie Michaelshoven für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und für das hervorragende Catering
  • bei Herrn Rainer Schmidt, Theologischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven für seine inspirierenden Einblicke
  • bei Herrn Dr. Oliver Nahm von der BIBB für seinen zukunftsweisenden Vortrag
  • bei allen Mitgliedern und Gästen, die das Frühlingsfest bereichert haben.
  • für das hervorragende Catering der Diakonie Michaelshoven Cena GmbH. Ein beesonderer Dank geht an Herrn Meikel Müller (Veranstaltungsmitarbeiter der Diakonie Michaelshoven) für den sehr guten Service.